Fritz Schubert (1892–1917)

Wilhelm Ernst Fritz Schubert, Fritz genannt, wurde am 13. Juni 1892 in der Ortschaft Bolkenhain in Schlesien (dem heutigen Bolków in Polen) geboren. Der Ort liegt in Niederschlesien an der Wütenden Neiße (Nysa Szalona), etwa 80 Kilometer südwestlich von Breslau (Wrocław). Fritz Schubert war der Sohn des Gastwirts Ernst Schubert. Der Name und die Lebensdaten seiner Mutter gehen aus den vorliegenden Quellen nicht hervor. Fritz wuchs im Kreis von mindestens zwei Geschwistern auf. Die Familie war evangelisch-lutherischer Konfession. Fritz besuchte die Volksschule in Dresden. Über das Elternhaus, die Kindheit und Jugend von Fritz Schubert und seinen Geschwistern in Bolkenhain haben sich sonst keine weiteren Quellen erhalten. Nach seinem Schulabschluss absolvierte Fritz Schubert eine Ausbildung an der Gewerbeschule und war als Maschinenzeichner in Dresden tätig, wo er sich eine Wohnung an der Adresse Weißeritzstraße 42 genommen hatte. Leider haben sich keine weiteren Quellen erhalten, die einen Einblick in das Leben von Fritz Schubert im Dresden der Kaiserzeit geben könnten.

Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs (1914–1918) wurde Fritz Schubert rekrutiert oder er meldete sich freiwillig zum Kriegsdienst. Er wurde als Gefreiter der 3. Maschinengewehr-Kompagnie des 12. Infanterie-Regiments Nr. 177 zugeteilt. Mit seiner Kompagnie nahm Fritz Schubert ab Februar 1915 an den Gefechten an der Westfront teil und wurde bis 1917 an verschiedenen Orten des europäischen Kriegsschauplatzes eingesetzt. So war er unter anderem an den Stellungskämpfen seiner Kompagnie in Flandern beteiligt. Für seinen Einsatz wurde Fritz Schubert mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und der Friedrich-August-Medaille ausgezeichnet. Am 12. August 1917 wurde er nahe der Feuerstellung seiner Einheit bei der belgischen Gemeinde Gheluwe in Flandern durch einen Granatsplitter an der rechten Brustseite tödlich verwundet und fiel seinen Verletzungen zum Opfer. Fritz Schubert wurde 25 Jahre alt und hinterließ seinen Vater Ernst Schubert. Die sterblichen Überreste von Fritz Schubert wurden auf dem Waldfriedhof Menen, Grab 607, beigesetzt.

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Biographische Zusammenstellung / Autor: Josefine Gärtner

Lektorat: Daniel Funke

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Quellen:

Genealogische Datenbanken; Ancestry.com; Eintrag zu Wilhelm Ernst Fritz Schubert in: Dresdner Totengedenkbuch 1914–1918, 11248 Sächsisches Kriegsministerium, Nr. 8277. Hauptstaatsarchiv Dresden, Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden; Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte der Neuzeit. Freiherr vom Stein-Gedächtnisausgabe, begr. von Rudolf Buchner, fortg. von Winfried Baumgart, Darmstadt 1960ff; Verlustlisten 1. Weltkrieg, Seite 20650: Schubert Fritz (Bolkenhain). Verein für Computergenealogie. Online unter: http://des.genealogy.net/search/show/5384096 (aufgerufen am 15. April 2022).