Paul Haustein (1891–1918)

Arno Paul Haustein, Paul genannt, wurde am 28. Oktober 1891 in der sächsischen Ortschaft Jöhstadt geboren. Jöhstadt liegt im Erzgebirge am Tal des Schwarzwassers (Černá Voda). Paul Haustein war der Sohn von Marie Haustein. Der Name und die Lebensdaten seines Vaters gehen aus den vorliegenden Quellen nicht hervor. Paul hatte einen Bruder namens Walter Max Haustein und einen Stiefvater namens August Siegel. Die Familie war evangelisch-lutherischer Konfession. Über das Elternhaus, die Kindheit und Jugend von Paul Haustein und seinem Bruder in Jöhstadt haben sich sonst keine weiteren Quellen erhalten. Nach seinem Schulabschluss absolvierte er eine Ausbildung zum Dekorationsmaler und war als solcher in Dresden tätig, wo er alleinstehend in einer Wohnung an der Adresse Kreutzerstraße 5 III lebte. Leider haben sich keine weiteren Quellen erhalten, die einen Einblick in das Leben von Paul Haustein im Dresden der Kaiserzeit geben könnten.

Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs (1914–1918) wurde Paul Haustein rekrutiert oder er meldete sich freiwillig zum Kriegsdienst. Er wurde als Gefreiter der 9. Kompagnie des Ersatz-Infanterie-Regiments Nr. 23 zugeteilt. Mit seiner Kompagnie nahm Paul Haustein ab Oktober 1914 an den Gefechten an der Westfront teil und wurde bis 1918 an verschiedenen Orten des europäischen Kriegsschauplatzes eingesetzt. So war er unter anderem an den Kämpfen seiner Kompagnie bei der Schlacht an der Yser beteiligt, den Stellungskämpfen in Lothringen und vor der Festung Verdun, den Gefechten bei Reims, der Angriffsschlacht an der Marne und in der Champagne sowie der Abwehrschlacht zwischen Soissons und Reims. Für seinen Einsatz wurde Paul Haustein mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und der Friedrich-August-Medaille ausgezeichnet. Am 21. Juli 1918 wurde er auf der Höhe 206 bei Le Plessier-Huleu durch ein Artilleriegeschoss tödlich verwundet und fiel seinen Verletzungen zum Opfer. Paul Haustein wurde 26 Jahre alt. Aus den vorliegenden Zeugnissen geht nicht hervor, wann und wo Paul Hausteins sterbliche Überreste bestattet worden sind.

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Biographische Zusammenstellung / Autor: Josefine Gärtner

Lektorat: Daniel Funke

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Quellen:

Genealogische Datenbanken; Ancestry.com; Eintrag zu Arno Paul Haustein in: Dresdner Totengedenkbuch 1914–1918, 11248 Sächsisches Kriegsministerium, Nr. 8277. Hauptstaatsarchiv Dresden, Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden; Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte der Neuzeit. Freiherr vom Stein-Gedächtnisausgabe, begr. von Rudolf Buchner, fortg. von Winfried Baumgart, Darmstadt 1960ff; Verlustlisten 1. Weltkrieg, Seite 26503: Haustein Paul (Jöhstadt, Annaberg). Verein für Computergenealogie. Online unter: http://des.genealogy.net/search/show/7976884 (aufgerufen am 15. April 2022).